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Sicherheitsverletzung legt sensible Daten von Tausenden polnischen Online-Kreditkund:innen offen

Bei einer groß angelegten Datenpanne ist der polnische Kreditdienst SuperGrosz gehackt worden – die persönlichen Informationen von Tausenden Nutzer:innen sind offengelegt worden. Polens Vizepremier und Digitalminister Krzysztof Gawkowski bestätigte, dass die Plattform Ziel eines schweren Cyberangriffs war, bei dem sich Hacker unbefugten Zugriff auf vertrauliche Kundendaten verschaffen konnten.

Der Vorfall unterstreicht die wachsenden Sorgen um die Cybersicherheit im polnischen Finanzsektor und zeigt, dass stärkere digitale Schutzmaßnahmen dringend nötig sind. Behörden fordern die Betroffenen auf, schnell zu handeln, um ihre Konten und ihre Identität zu schützen.

Diebstahl sensibler Nutzerinformationen

Nach offiziellen Angaben umfasst das erbeutete Material eine breite Palette persönlicher Daten wie Namen, E-Mail-Adressen, PESEL-Nummern, Ausweisdaten, Wohnadressen, Telefonnummern, Familienstand und sogar Bankkontonummern.

Auch Beschäftigungsdaten und Facebook-Kennungen gehören zu den kompromittierten Informationen, was die Schwere des Vorfalls zusätzlich erhöht.

AIQLABS, Betreiber von SuperGrosz, bestätigte, dass es Angreifern mithilfe von Schadcode gelungen ist, in Teile der Kundendatenbank einzudringen. Das Unternehmen hat inzwischen die wichtigsten polnischen Cybersicherheitsbehörden wie CSIRT KNF und CSIRT NASK eingeschaltet und informiert die Betroffenen per E-Mail.

Die Ermittlungen laufen, um das gesamte Ausmaß des Datenlecks zu klären und die digitalen Schutzsysteme der Plattform zu stärken.

Regierung ruft zu schnellen Schutzmaßnahmen auf

Minister Gawkowski hat SuperGrosz-Kund:innen eindringlich geraten, umgehend vorbeugende Schritte zu unternehmen. Empfohlen wird etwa, die eigene PESEL-Nummer vorübergehend über die staatliche mObywatel-App einfrieren zu lassen, alle Passwörter zu ändern und für wichtige Online-Konten die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren.

Zugleich warnen die Behörden vor einer erhöhten Gefahr von Phishing-Angriffen auf Betroffene. Seid besonders vorsichtig bei verdächtigen Nachrichten oder Anfragen nach persönlichen Daten, denn Hacker könnten die gestohlenen Informationen nutzen, um sich weitergehenden Zugriff zu verschaffen.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie zunehmender Cyberangriffe in Polen ein. In den vergangenen Monaten kam es unter anderem zu einer Attacke auf das BLIK-Zahlungssystem sowie zu einem Datenleck bei der Reiseagentur Nowa Itaka.

Fachleute sehen darin einen klaren Trend: Finanz- und Verbraucherdienste geraten immer häufiger ins Visier von Cyberkriminellen.

Der SuperGrosz-Hack macht erneut deutlich, dass Cybersicherheit ein zentrales Thema für Unternehmen und Privatpersonen bleibt. Vor allem Finanzinstitute müssen weiter in moderne Schutzsysteme und schnelle Reaktionsstrategien investieren, um künftige Angriffe abzuwehren.