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Was die DSGVO für den Umgang mit Daten in kleinen Unternehmen bedeutet

Viele Inhaber kleiner Unternehmen gehen fälschlicherweise davon aus, dass die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) für sie nicht gilt – sei es wegen ihrer geringen Größe oder begrenzten Ressourcen.

Die Realität ist jedoch: Sobald ein Unternehmen personenbezogene Daten verarbeitet, ganz gleich in welchem Umfang, muss es die DSGVO beachten. Das gilt bereits für die Speicherung von Kundennamen, E-Mail-Adressen, Rechnungen oder selbst einfache Kontaktlisten.
Die DSGVO betrifft jede Organisation, die persönliche Daten verarbeitet – und dazu gehören oft alltägliche Vorgänge wie die Verwaltung von Kundennamen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder Abrechnungsinformationen.

Sogar etwas scheinbar Banales wie ein E-Mail-Postfach löst DSGVO-Pflichten aus, da jede gespeicherte Nachricht identifizierbare Informationen enthält.
Dementsprechend sind Mails, Cloud-Speicher, Laptops und Handys alle mitverantwortlich dafür, diese Daten sicher zu verwahren.

Diese alltäglichen Tools, die oft als selbstverständlich gelten, werden damit zu sensiblen Punkten der DSGVO-Compliance – und jedes Unternehmen muss dafür sorgen, dass sie ausreichend geschützt und dokumentiert sind.

Die wichtigsten Pflichten kennen

Die DSGVO betrifft alle Organisationen, die personenbezogene Daten verarbeiten – nicht nur solche mit mehr als 250 Beschäftigten. Zwar gibt es für kleinere Unternehmen Ausnahmen bei der Dokumentationspflicht, das entbindet sie aber keineswegs von den übrigen Vorgaben der Verordnung.
Besondere Bedingungen gelten, wenn die Datenverarbeitung Risiken für individuelle Rechte birgt, sensible Gesundheitsdaten, Finanzdaten oder Angaben zu Vorstrafen beinhaltet.

Kund:innen haben das Recht, Auskunft über ihre Daten zu verlangen, falsche Angaben berichtigen zu lassen und die Löschung ihrer Daten zu fordern, wenn sie nicht mehr möchten, dass ihre Informationen gespeichert werden.
Auch kleine Unternehmen sind an diese Rechte gebunden und müssen sogenannte Auskunftsersuchen vollständig und fristgerecht bearbeiten.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist es entscheidend, Kundendaten in einem übersichtlichen und gut zugänglichen Format zu verwalten. Denn klare Dokumentation sorgt nicht nur für Effizienz, sondern auch für mehr Sicherheit.

Vertrauen durch besseren Datenschutz schaffen

Um Kundendaten zu schützen, sollten kleine Unternehmen grundlegende Sicherheitsmaßnahmen etablieren.

Dazu zählt, für alle Accounts starke, individuelle Passwörter zu nutzen, Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren, wachsam gegenüber unerwarteten Nachrichten und Anhängen zu sein, die Anzahl der Speicherorte zu begrenzen und Geräte sowie Software stets auf dem neuesten Stand zu halten.
Auch eine regelmäßige Überprüfung, welche Tools und Apps Zugriff auf Daten haben, kann das Risiko deutlich senken.